Den Mond im Fenster hat der Dieb zurückgelassen. Ryōkan Ein Mensch und eine Fliege im Raum. Issa Auf der einen Schulter des großen Buddha ist der Schnee geschmolzen. Shiki Der Kuckuck ruft - die Brüder wenden sich und sehn einander an. Kyorai Wenn die Leute kommen werde zum Frosch kleine gekühlte Melone! Issa Der drüben steht jenseits des Fusses im Mondlicht - wer ists? Chora Man gratuliere mir! Auch dieses Jahr noch haben die Mücken mich gebissen. Issa Ein Eimer ohne Boden rollt und rollt im Herbstwind. Buson Der Bauer, beim Rübenausziehen, zeigt den Weg mit einer Rübe. Issa Die ganze lange Nacht. Das Geräusch des Wassers sagt, was ich denke. Gochiku Herbstnacht - das Loch in der Tür spielt Flöte. Issa Tiefer Herbst. Mein Nachbar - wie mag´s ihm gehen? Bashō Nacht. Ich beiße den gefrorenen Pinsel mit meinem letzten Zahn. Buson Das jahr geht hin. Wie lange noch kann ich mein graues Haar verbergen vor meinem Vater? Etsujin ![]()
"Die Natur war für die Jahreszeit ungewöhnlich weit. Bäume trugen schon ein zartes Laub, Kastanien und Flieder waren in Blüte. Dazu war in den letzten Tagen eine ungeheure Menge Schnee gefallen, der das erwachende Frühlingsbild wieder in eine weiße Winterlandschaft verwandelte. Als die beiden Gruppen sich am 25. März 1852 um 8 Uhr früh an einem „hübschen“ Platz am Seeufer in Tegel trafen, herrschte schönes Wetter mit klarem Sonnenschein, und der muntere, friedliche Gesang der Vögel erleichterte ein wenig das Herz Bismarcks. Mit ihm waren sein Sekundant Oskar von Arnim-Kröchlendorff, sein Bruder Bernhard von Bismarck und Eberhard zu Stolberg-Wernigerode erschienen. Vincke war in Begleitung von Saucken-Julienfelde sowie Major Vincke und Bodelschwingh. Dieser erklärte als Unparteiischer, dass die Forderung ihm für die gefallene Beleidigung zu hart erscheine, so dass ein Schuss pro Seite genügen würde. Dem stimmten beide Seiten zu. Saucken-Julienfelde ließ für Vincke anfragen, ob man von der Duellforderung abrücke, wenn Bismarck sein Bedauern erkläre. Dies lehnte Bismarck ab. – Hierbei muss bemerkt werden, dass gerade für Bismarck der Verzicht viel folgenreicher gewesen wäre als für Vincke. Als Erzkonservativer vertrat er doch genau den Wertekanon, der durch das Duell ausgedrückt und verteidigt wurde. Ein Verzicht hätte ihn nicht nur der Unglaubwürdigkeit, sondern sogar der Lächerlichkeit preisgegeben. – Nun wurden die präzisen Duellpistolen geladen. Dabei wurde eine überladen (nach anderer Darstellung brach der Ladestock, weil die Kugeln für den Lauf zu dick waren), so dass sie anfänglich nicht zur Verfügung stand. Daher wich man auf unpräzisere Pistolen aus, die zum Sekundieren vorgesehen waren. Die beiden Duellanten nahmen ihre Positionen ein.
Auf Kommando von Bodelschwinghs schossen beide gezielt aufeinander und fehlten." Duell Vincke vs. Bismarck
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